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Das Einmaleins zum Thema Cloud: vier wissenswerte Dinge für Unternehmen

Sara varni Sara Varni von Desk.com ist der Meinung, dass die Cloud einen "Kugelfischeffekt" verursacht, der KMUs viel größer erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind.

In der Cloud ist für alle Platz. Doch viele Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) haben sich bisher gescheut, das internetbasierte Betriebssystem zu verwenden,da sie Bedenken hinsichtlich der Kosten und der potenziellen Sicherheitsrisiken haben.

Doch das ändert sich rasant. Mit der zunehmenden Ausreifung des Cloud Computing stehen flexiblere und günstigere Optionen zur Verfügung und die Produktivitätssteigerungen sind mittlerweile nur schwer zu übersehen.

Eine im Jahr 2013 durchgeführte Umfrage (Englisch) der National Small Business Association ergab, dass 43 % der kleinen Unternehmen Cloud Computing nutzen.Dies ist ein riesiger Sprung von nur 5 % im Jahr 2010.Nach Angaben der International Data Corporation (IDC) sollen die KMU-Ausgaben für Cloud-Lösungen in den nächsten fünf Jahren um 20 % ansteigen.

Testen der Cloud

Viele KMU-Inhaber testen zuerst die Cloud,indem sie beliebte File-Sharing-Webseiten wie Dropbox, Produktivitätstools wie Google Apps und eine gehostete E-Mail-Lösung wie Microsoft Office 365 verwenden. Dies führt häufig dazu, dass sie weitere Cloud-Dienste verwenden, um das Wachstum ihres Unternehmens zu unterstützen sowie Betriebsabläufe aufrecht zu erhalten und zu vereinfachen.

"Das ist der 'Kugelfischeffekt'", so Sara Varni, Vice President Marketing von Desk.com (Englisch),dem Anbieter einer Cloud-basierten Kundendienstlösung für KMUs. "Die Cloud lässt KMUs viel größer erscheinen als sie wirklich sind. Doch sie ermöglicht es ihnen auch, das Potenzial vorhandener Ressourcen voll auszuschöpfen und für den Vertrieb, den Kundendienst, das Produktmanagement und andere kritische Geschäftsfunktionen zu nutzen, wie dies ein größeres Unternehmen könnte."

Dank Cloud Computing können sich KMU-Inhaber auch stärker auf das konzentrieren, was ihnen an der Führung ihres Geschäfts am meisten Spaß macht, meint Robin Joy, Vice President Online and Mobile bei DocuSign (Englisch),einem Unternehmen, das Software für elektronische Signaturen anbietet. "KMU-Inhaber mischen in allen Bereichen des Unternehmens mit. Die meisten von ihnen würden es jedoch vorziehen, Aufgaben, die ihnen keinen Spaß machen oder für die sie einfach keine Zeit haben, zu delegieren. Cloud-Dienste geben ihnen diese Möglichkeit."

KMU-Inhaber reden sich gerne ein, dass es kein Problem gibt, das sie nicht selbst lösen können. Sie können jedoch unmöglich in jedem Bereich Experte sein.

Reduzieren der Komplexität

"Viele KMU-Inhaber werden früher oder später mit einem geschäftskritischen Problem konfrontiert, bei dem ihnen die nötige Kompetenz fehlt, zum Beispiel, wenn es um IT-Verwaltung oder Cybersicherheit geht", sagt Paul Lipman, Chief Executive Officer bei Total Defense, einer Cloud-basierten Sicherheitsplattform für den KMU-Markt. "Daher greifen sie auf die Cloud zurück, um Komplexität und Kosten zu reduzieren."

Wenn Sie als KMU-Inhaber in Ihrem Unternehmen Cloud-Apps oder Cloud-basierte Dienste einsetzen möchten, berücksichtigen Sie bei der Prüfung der Optionen die folgenden vier Tipps:

1. Planen Sie auf lange Sicht. Sie wissen, dass Sie Cloud Computing heute zur Lösung bestimmter geschäftlicher Probleme benötigen, doch wie sieht es in der Zukunft aus? Wie verändern sich Ihre Prozesse durch die Migration zur Cloud? Denken Sie auch daran, wie die Lösung Ihrem Unternehmen bei seiner Weiterentwicklung von Nutzen sein kann. Können Sie bei sich ändernden Anforderungen problemlos in beide Richtungen skalieren?

2. Suchen Sie nach Lösungen, die einfach bereitgestellt, verwaltet und verwendet werden können. Sinn und Zweck des Umstiegs auf die Cloud ist es, Ihrem Unternehmen (und Ihnen) effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. Investieren Sie nur in eine Lösung, deren Einrichtung nur wenig Zeit in Anspruch nimmt, bei der Upgrades automatisch durchgeführt werden, die zentral verwaltet werden kann und die wenig oder keine Benutzerschulung erfordert. Ziehen Sie auch in Betracht, ob die Integration der Lösung in andere Anwendungen und Systeme, die Sie derzeit verwenden, Schwierigkeiten bereiten kann.

3. Legen Sie besonderen Wert auf erstklassigen Kunden-Support. Ihr Unternehmen kann sich keine Ausfallzeiten leisten und dazu gehört auch das Warten in der Support-Warteschleife. Der Zugang zu einer guten Kundenbetreuung sollte nicht weiter als einen Klick oder einen Telefonanruf entfernt sein. Arbeiten Sie idealerweise mit einem Anbieter zusammen, dessen Lösungen sich speziell an KMUs richten, da so die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass Sie maßgeschneiderten Support erhalten.

4. Nutzen Sie kostenlose Testangebote. Viele Cloud-Anbieter, besonders jene, die den KMU-Markt bedienen, bieten heute Testmöglichkeiten vor dem Kauf. Suchen Sie nach Anbietern, die vorab keine Kreditkartennummer benötigen. Andernfalls wird Ihnen möglicherweise nach Ablauf der kostenlosen Testperiode ein Service berechnet, der Ihnen nicht zusagt.

Stellen Sie bei der Bewertung der Cloud-Optionen sicher, dass die Lösung auch unterwegs einfach verwendet werden kann und mit den mobilen Plattformen, die sie am häufigsten nutzen, kompatibel ist.

"Der zeit- und ortsunabhängige Zugriff auf Informationen ist einer der wichtigsten Vorteile von Cloud Computing", sagt Faraz Shafaghi, Product Marketing Manager bei FreshBooks, dem Anbieter einer Cloud-basierten Buchhaltungslösung. "Dadurch bleiben KMU-Inhaber auch unterwegs produktiv."