PPBS-Benutzerhandbuch – Vorbereiten Ihrer Umgebung für erfolgreiche Oracle-PBS-Backups

Summary: Dieses Dokument enthält eine klare, schrittweise Anleitung mit Schwerpunkt auf der Vorbereitung und Konfiguration von Oracle PBS für Backups. Befolgen Sie diese Anweisungen, um Ihre Oracle-Backups mithilfe des PowerProtect Backup Service effektiv zu managen. ...

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Instructions

Zweck

Bereiten Sie die Umgebung für erfolgreiche und fehlerfreie Backups von PowerProtect Backup Service (PPBS) Oracle Phoenix Backup Store (PBS) vor.

  1. Was ist ein Oracle-Server?

  • Die Oracle Corporation hat das weit verbreitete Relational Database Management System (RDBMS) entwickelt, das als Oracle bekannt ist. Es wurde entwickelt, um Daten effizient zu speichern, zu managen und abzurufen, und ist daher eine grundlegende Komponente vieler Anwendungen und Systeme der Enterprise-Klasse. Nachfolgend sind einige der Komponenten aufgeführt:
    • Instance: Eine Oracle-Instanz umfasst die Software und Speicherstrukturen, mit denen Datenbankvorgänge gemanagt werden.
    • Datenbank: Die Datenbank selbst ist eine Sammlung physischer Dateien auf der Festplatte, in denen Daten gespeichert werden. Dazu gehören Datendateien, Steuerdateien und Redo-Protokolldateien.
    • SQL (Structured Query Language) ist die Sprache, die für Interaktionen mit einer Oracle-Datenbank verwendet wird. Sowohl NutzerInnen als auch Anwendungen geben SQL-Anweisungen aus, um Daten abzufragen und zu bearbeiten.
    • Listener: Der Oracle Listener ist ein Prozess, der auf eingehende Client-Verbindungsanfragen wartet und eine Verbindung zwischen Clients und der Oracle-Datenbank herstellt.
    • Oracle Net Services: Diese bieten Netzwerkkommunikationsdienste für die Oracle-Datenbank. Sie beinhalten Protokolle und Tools für die Verbindung mit der Datenbank von verschiedenen Standorten aus.
    • Redo-Protokolldateien: In diesen Dateien werden Aufzeichnungen aller Änderungen gespeichert, die an der Datenbank vorgenommen wurden. Sie sind entscheidend für die Wiederherstellung nach Systemausfällen.
    • Steuerungsdateien: Steuerungsdateien enthalten Metadaten zur physischen Struktur der Datenbank. Sie sind für das Starten und die Recovery von Datenbanken von entscheidender Bedeutung.
    • Archivierte Redo-Protokolle: Diese sind Kopien der archivierten Redo-Protokolldateien. Sie werden für Backup- und Recovery-Zwecke verwendet.
    • Backup- und Recovery-Komponenten: Oracle bietet verschiedene Tools und Dienstprogramme zum Erstellen von Backups und Wiederherstellen von Daten im Falle von Datenverlust oder Systemausfällen. Dazu gehören RMAN (Recovery Manager) und Data Pump.
  1. Warum sollte ein Backup der Oracle-Datenbank durchgeführt werden?
    • Schützen Sie Ihre Daten vor Unfällen, Fehlern oder Computerproblemen.
    • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Daten wiederherstellen können, wenn etwas Schlimmes passiert, z. B. ein Computerabsturz oder eine Katastrophe wie ein Brand oder eine Überschwemmung.
    • Bewahren Sie alte Daten auf, um Trends zu analysieren oder Berichte zu erstellen.
    • Erhöhen Sie die Sicherheit, indem Sie eine sichere Kopie Ihrer Daten haben, selbst wenn jemand versucht, diese zu stehlen.
  2. Was sichert PPBS von Oracle-Servern?
    • PPBS vereinfacht das Backup und die Recovery von Oracle-Datenbanken, die auf einer physischen und virtuellen On-Premise-Infrastruktur sowie in Cloud-Infrastrukturen wie Amazon EC2, Azure-VMs, Google Compute Engines usw. gehostet werden, erheblich.
    • Mit PPBS können Sie die folgenden Datenbanken, die auf den Oracle-Server-Hosts ausgeführt werden, sichern und wiederherstellen:
      • Eigenständige Datenbanken
      • RAC-Datenbanken (Real Application Cluster)
  3. Was ist der Phoenix Backup Store (PBS)?
    • Der Phoenix Backup Store ist ein Ubuntu-basiertes NAS-Gerät, auf dem das von PPBS bereitgestellte Phoenix Backup Store-Debian-Paket installiert ist.
    • Nachdem das NAS-Gerät von AdministratorInnen eingerichtet wurde, installieren Sie das Debian-Paket und aktivieren Sie es auf dem Gerät:
      • Das NAS-Gerät wird als Phoenix Backup Store konfiguriert.
      • Es wird bei der PPBS-Cloud registriert.
      • Es stellt eine dauerhafte Verbindung zur PPBS-Cloud her.
    • Wenn ein/e AdministratorIn auf der Managementkonsole einen Backup-Mount hinzufügt, wird dieser im Phoenix Backup Store als über das Netzwerk freigegebenes Verzeichnis erstellt.
    • Das freigegebene Verzeichnis dient als Einhängepunkt und der/die Oracle-DatenbankadministratorIn muss es dem Host zuordnen, auf dem RMAN ausgeführt wird.
    • Wenn ein Backupjob mit RMAN ausgeführt wird, wird ein Oracle-RMAN-Backup erstellt und auf dem Backup-Mount gespeichert. RMAN erfordert Lese- und Schreibberechtigungen für den Backup-Mount.
  4. Was sind RMAN-Hosts?
    • Backups und Wiederherstellungen von Oracle-Datenbanken werden mit einem von Oracle bereitgestellten Backup- und Recovery-Manager namens RMAN durchgeführt.
    • RMAN bietet Oracle-DatenbankadministratorInnen Dienstprogramme zum Ausführen von Backupjobs für Datenbanken und zum Erstellen von Oracle-RMAN-Backups.
    • RMAN ist mit den Datenbanken verbunden und DatenbankadministratorInnen führen damit die Backupjobs aus.
    • Der Host, auf dem RMAN ausgeführt wird, wird als RMAN-Host bezeichnet und der Backup-Mount wird dem Host zugeordnet.
    • Nachdem ein Backupjob ausgeführt wurde, erstellt RMAN ein Oracle-RMAN-Backup und speichert es auf dem Backup-Mount.
  5. Wie sieht der Workflow für Backups von Oracle-Datenbanken aus? Welche Arten von Backupmethoden gibt es?
  6. Was sind die Voraussetzungen?
  7. Wo kann ich das Oracle-PBS-Installationspaket herunterladen?
    • Sie können das Windows-Installationsprogramm mit einer der folgenden drei Methoden herunterladen:

Hybride Druva-Workloads

 

  • Managementkonsole –> Schutz –> Oracle –> Phoenix Backup Store –> Neuen PBS registrieren

    2023-11-22 20_25_25-Druva Hybrid Workloads.png
  1. Wie installiere ich einen Oracle PBS?


📝 Hinweis
: Überprüfen Sie nach der Installation, ob sich der Phoenix-Dienst im Ausführungsmodus befindet, indem Sie den folgenden Befehl verwenden (systemctl status: PhoenixOracle)


  1. Wie aktiviere ich einen Oracle PBS?

  • Der Schritt-für-Schritt-Vorgang wird im Artikel zur Aktivierung beschrieben.
  • Befehl: PhoenixBackupStoreControl activate <activation_token>
  • Nach der Aktivierung wird der Server auf der Seite des Phoenix Backup Store aufgeführt.
  • (Managementkonsole –> Schutz –> Oracle –> Phoenix Backup Store –> Oracle-Server)

​​​​​​​Einstellungen 

  1. Wie konfiguriere ich Oracle-Datenbankbackups in PPBS?
  1. Was sind die Voraussetzungen, bevor Sie ein Backup einer konfigurierten Oracle-Datenbank starten?
    • Verbindung

      • Überprüfen Sie die Verbindung zwischen dem Server und der PPBS-CloudDieser Hyperlink führt Sie zu einer Website außerhalb von Dell Technologies.
      • Windows
        • Überprüfen Sie, ob der Client für NFS ausgeführt wird oder nicht:
        • Versuchen Sie es mit einer Telnet-Verbindung vom Windows-Server der Datenbank zu einem der folgenden Ports.
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 2049
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 9090
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 111
        • Versuchen Sie, den PBS-Mount mit root-Zugangsdaten manuell auf dem Windows-Server einzuhängen (so ordnen Sie die Netzwerkfreigabe dem Windows-Server zu).
      • Linux
        • Versuchen Sie es mit einer Telnet-Verbindung vom Windows-Server der Datenbank zu einem der folgenden Ports.
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 2049
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 9090
          • telnet <PBS-Server Name/PBS-server IP> 111
        • Überprüfen Sie, ob der PBS-Mount auf dem Linux-Datenbankserver gemountet ist oder nicht.
          • df -h
        • Überprüfen Sie die Details des PBS-Mount in den Einträgen auf der Registerkarte „Dateisystem“.
          • cat /etc/fstab
    • Dienst
      • Der Phoenix-Dienst sollte sich im Ausführungsmodus befinden: systemctl status PhoenixBackupStore
      • Der NFS-Dienst sollte sich im Ausführungsmodus befinden: systemctl status nfs-kernel-server
      • Der Zpool sollte sich im Ausführungsmodus befinden: systemctl status zpools status
      • Werden sie nicht ausgeführt, verwenden Sie im obigen Befehl anstelle von „status“ „start“ oder „restart“, um den Dienst zu starten oder neu zu starten. E.g (systemctl start PhoenixOracle) or (systemctl restart PhoenixOracle)
    • UI-Status
      • Der Status des Oracle PBS sollte auf der PPBS-Konsole als Verbunden angezeigt werden.

Einstellungen

 

  • UI
    • Brechen Sie den Job nicht ab, da:
    • Der erste Backupjob einige Zeit in Anspruch nimmt. Es wird ein vollständiger Scan der Daten durchgeführt.
    • Der erste Job ausgeführt wird, bis er abgeschlossen ist (das Backupzeitfenster spielt dabei keine Rolle).
  1. Wie führe ich ein Backup konfigurierter Oracle-Datenbanken durch?
    • Backup von Oracle-Datenbanken mit RMAN, das auf einem Linux-Server gehostet wird
      • Aktualisieren Sie die von PPBS bereitgestellten RMAN-Skripte, die die Phoenix Backup Store-API zum Sichern von Datenbanken verwenden, und führen Sie sie aus.
      • Weitere Informationen dazu, wie dieses Skript die Phoenix Backup Store-API verwendet, um Oracle-RMAN-Backups auf dem Backup-Mount zu sichern und zu speichern, finden Sie in Phoenix Backup Store-API-ReferenzDieser Hyperlink führt Sie zu einer Website außerhalb von Dell Technologies..
    • Backup von Oracle-Datenbanken mit RMAN, das auf einem Windows-Server gehostet wird
      • Aktualisieren Sie das RMAN-Skript und eine Vorlagen-Batchdatei, die von PPBS bereitgestellt werden und die Phoenix Backup Store-API zum Sichern von Datenbanken verwenden, und führen Sie sie aus.
      • Weitere Informationen dazu, wie diese Batchdatei die Phoenix Backup Store-API verwendet, um Oracle-RMAN-Backups auf dem Backup-Mount zu sichern und zu speichern, finden Sie in Phoenix Backup Store-API-ReferenzDieser Hyperlink führt Sie zu einer Website außerhalb von Dell Technologies.
      • Die Skripte können im Linux-Betriebssystem mithilfe von Cronjobs und im Windows-Betriebssystem mithilfe von Aufgabenplanern automatisiert werden.
  2. Welche Probleme treten bei PPBS Oracle PBS während Backups häufig auf?
  3. Dos & Don'ts für Oracle-Datenbankbackups
    • PBS wird nur für RMAN-Backups verwendet, die für PPBS konfiguriert sind.
    • Es sollte nicht als NFS-Server verwendet werden.
    • Installieren Sie keine Anwendungen von Drittanbietern. Es sollten nur PPBS-Backups verwendet werden.
    • Kopieren oder löschen Sie auf PBS-Mounts keine Daten manuell.
    • Konfigurieren Sie nicht mehrere Datenbanken für einen einzelnen Mount-Punkt. Ein Mount wird nur für eine Datenbank verwendet. Wenn Sie fünf Datenbanken schützen möchten, sollten Sie auf PBS fünf Mount-Punkte konfigurieren.
    • Bearbeiten Sie die Einträge in etc/exports nicht manuell. Wenn Sie einen Mount erstellen, verwenden Sie Skripte, um die Einträge wie unten gezeigt hinzuzufügen.
    • Skript-Speicherort in PBS::/opt/Druva/Phoenix/PhoenixBackupStore/bin
    • Kopieren Sie alle Skripte auf Ihren RMAN-Host/DB-Server.
    • Führen Sie das Skript auf dem RMAN-Host mit der IP-Adresse des Phoenix Backup Store-Servers und dem Namen des Backup-Mounts als Parameter aus.
    • Führen Sie das Skript aus als:
      • phoenix_get_mount_details.sh <Phoenix-Backup-Store-ip-address> <backup-mount-name>
      • Beispiel: phoenix_get_mount_details.sh 192.0.2.1 testmount
    • Die Ausgabe des phoenix_get_mount_details.sh-Skript ist der Pfad zum Backup-Mount. Sie müssen den Backup-Mount dem RMAN-Host zuordnen, damit RMAN das Oracle-RMAN-Backup auf dem Backup-Mount speichern kann, wenn Sie mit dem RMAN-Skript einen Backupjob ausführen.
    • Beispielausgabe des phoenix_get_mount_details.sh-Skript:
      • Remote mountpath is 192.0.2.1:/Phoenix/testmount/oracle_data
      • Mount options : retrans:5,timeo:1200, rw, user

Affected Products

PowerProtect Backup Services
Article Properties
Article Number: 000229021
Article Type: How To
Last Modified: 26 May 2025
Version:  1
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